Dr. Constanze Kurz
Dr. Constanze Kurz
Sprecherin des Chaos Computer Clubs

studierte nach Kindheit und Jugend in Berlin Volkswirtschaftslehre, bevor sie sich der Informatik zuwandte.Nach ihrem Informatikstudium widmete sie sich der Forschung mit Schwerpunkt Überwachungstechnologie, Ethik, Datenschutz und Datensicherheit. Von 2005 bis 2011 war Kurz wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Informatik in Bildung und Gesellschaft von Professor Wolfgang Coy an der Humboldt-Universität zu Berlin.Ihre Dissertation befasst sich mit Wahlcomputern und elektronischen Wahlsystemen.Gegenwärtig ist sie an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin als wissenschaftliche Projektleiterin tätig.

Kurz engagiert sich in der Gesellschaft für Informatik (GI), dort bereits seit 2003 in der Fachgruppe Informatik & Ethik sowie als stellvertretende Sprecherin des Leitungskreises des GI-Fachbereichs Informatik und Gesellschaft und ist Mitglied im Beirat des Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung. Im Chaos Computer Club e. V., der größten europäischen Hackervereinigung, ist sie eine ehrenamtliche Sprecherin.

Die Linksfraktion benannte Kurz als Sachverständige für die Enquête-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages.Sie beriet als technische Sachverständige das Bundesverfassungsgericht anlässlich des Beschwerdeverfahrens gegen die Vorratsdatenspeicherung und zur Antiterrordatei.

Constanze Kurz ist Herausgeberin und Autorin zahlreicher Werke, z. B. im Jahr 2008 „1984.exe-Gesellschaftliche, politische und juristische Aspekte moderner Überwachungstechnologien“, 2009 „Gewissensbisse: Ethische Probleme der Informatik. Biometrie – Datenschutz – geistiges Eigentum“, 2011 „Die Datenfresser: Wie Internetfirmen und Staat sich unsere persönlichen Daten einverleiben und wie wir die Kontrolle darüber zurückerlangen“ und 2013 „Arbeitsfrei: Eine Entdeckungsreise zu den Maschinen, die uns ersetzen“. In ihren Blogs, Essays und ihrer vierzehntäglichen Kolumne „Aus dem Maschinenraum“ in der Frankfurter Allgemeine Zeitung richtet sie die Aufmerksamkeit auf Sicherheitslücken und Monopole im Bereich der neuen Technologien und zeigt zugleich demokratische Alternativen auf.

(Quelle: Wikipedia)