7. Mai 2014

All you can read! – Wem das E-Book auf den Magen schlägt

Abstract zum Vortrag von Prof. Dr. Reto M. Hilty.

Mit beachtlichem Zeitverzug werden nach der Musikindustrie nun auch die Buchverleger von der Digitaltechnologie eingeholt. E-Books haben heute noch kleine, aber stark wachsende Marktanteile. Dabei erlaubt der Download von Daten auf einen Reader oder ein Tablet technisch gesehen zwar weitergehende Nutzungshandlungen als das Lesen des gedruckten Buches. Auf der andern Seite streitet sich die Fachwelt über die Zulässigkeit dessen, was beim normalem Buch klar rechtens ist: die Weiterveräusserung eines „gebrauchten“ Exemplars. Passen die herkömmlichen Prinzipien des Urheberrechts in einer Welt digitaler Bücher noch? Bieten die Geschäftsmodelle der Verleger, was die Nutzer wollen? Wie kann dabei eine angemessene Vergütung der Autoren sichergestellt werden? Bietet der Weg über die kollektive Rechtewahrnehmung Lösungsansätze – oder wäre gar eine Kulturflatrate die richtige Antwort? Besteht seitens des nationalen Gesetzgebers überhaupt ausreichend Handlungsspielraum, oder liegt der Handlungsbedarf auf europäischer Ebene?