21. November 2012

Ad ACTA legen? – Gedanken zur Zukunft des Urheberrechts

Abstract zum Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wiebe, LL.M.

Ausgehend von einem kurzen historischen Rückblick werden Symptome und Gründe der gegenwärtigen Krise des Urheberrechts analysiert und dann mögliche Lösungswege diskutiert. Hintergrund ist dabei eine zunehmende Vielfalt von Vorschlägen in der wissenschaftlichen und politischen Diskussion. Das reicht von einer Verkürzung der Schutzdauer über eine Reform und Flexibilisierung der Schrankenbestimmungen bis hin zu einem Übergang auf Vergütungsregelungen, gipfelnd in der Forderung nach einer Kulturflatrate. Auch die Ausgestaltung technischer Systeme zum Rechtemanagement ist eine wichtige Aufgabe. Allgemein wird der Nutzerschutz in Zukunft sowohl in grundlegender Hinsicht als auch hinsichtlich der Ausgestaltung im Einzelnen gegenüber dem Schutz der Rechteinhaber gleichwertige Bedeutung erlangen müssen. Nur durch faire und allgemeinverständliche Regelungen lässt sich die soziale Akzeptanz des Urheberrechts wieder herstellen.