24. April 2013

Liquid Democracy statt repräsentativer Demokratie?

Abstract zum Vortrag von Prof. Dr. Christoph Bieber

Der Vortrag verortet knapp das Konzept der „Liquid Democracy“ zwischen anderen demokratietheoretischen Ansätzen und wendet sich dann der Umsetzung im politischen System zu. Dabei werden insbesondere die Aktivitäten der Piratenpartei vorgestellt und diskutiert, aber auch in anderen Parteiorganisationen sowie im administrativen Bereich kommen Formate der „Liquid Democracy“ zum Einsatz. Skizziert wird dabei nicht allein der Mechanismus der Stimmweitergabe („delegated voting“), sondern auch die Einbettung der Online-Kommunikation in die vorhandenen Strukturen innerparteilicher Kommunikation. Dabei wird deutlich, dass auch jenseits technischer Plattformen wie „Liquid Feedback“ und „Adhocracy“ niederschwellige Formen „flüssiger Demokratie“ unterschiedliche Kommunikations- und Entscheidungsprozesse politischer Akteure beeinflussen.